Digitale Ethik
Digitale Ethik befasst sich mit den moralischen Fragen, die digitale Technik aufwirft. Weil sich diese Technik rasant entwickelt und überall eingesetzt wird, gewinnt auch die digitale Ethik an Gewicht. Das zeigt sich in mehreren Feldern.
Datenschutz und Privatsphäre
Mit der Technik wächst die Menge der Daten, die gesammelt werden. Datenschutz ist deshalb wichtiger denn je. Digitale Ethik fragt: Welche Erhebung und welche Nutzung von Daten sind angemessen? Was bedeutet Zustimmung im digitalen Zeitalter? Und wie achten und schützen wir die Privatsphäre der Nutzer*innen?
Künstliche Intelligenz und Maschinenethik
KI-Systeme werden immer ausgefeilter und prägen zunehmend unser Leben, von Empfehlungssystemen über autonome Fahrzeuge bis zur medizinischen Diagnose. Wer ist verantwortlich, wenn eine KI einen Fehler macht? Wie stellen wir sicher, dass KI-Systeme fair und unvoreingenommen urteilen? Auch das sind Fragen der digitalen Ethik.
Digitale Gerechtigkeit und Inklusion
Alle Menschen sollen Zugang zu digitaler Technik haben, und diese Technik darf Diskriminierung und Ungerechtigkeit nicht verstärken. Digitale Ethik befasst sich deshalb mit digitaler Teilhabe, mit Barrierefreiheit und mit einer Gestaltung, die Vielfalt und Inklusion fördert.
Cybersecurity und Vertrauen
Die digitale Welt ist zunehmend Sicherheitsrisiken und Cyberangriffen ausgesetzt. Digitale Ethik fragt daher, welche Verantwortung und welche Pflichten Unternehmen und Einzelpersonen für die Sicherheit digitaler Systeme und Daten tragen.
Nachhaltigkeit
Die Digitalisierung wirkt sich auch auf die Umwelt aus, etwa durch den Energieverbrauch von Rechenzentren oder die Herstellung elektronischer Geräte. Digitale Ethik fragt deshalb auch, wie wir Technik nachhaltig und verantwortungsvoll gestalten und nutzen.