Rapid Prototyping
An einem Tag lernen Sie, eine Idee in etwas zu verwandeln, das sich anfassen und ausprobieren lässt. Gemeint ist ein Entwurf, den jemand bedienen kann. Der Workshop richtet sich an Menschen, die etwas vorhaben und noch nicht wissen, ob es trägt.
- Gruppe
- 2-8 Personen
- Dauer
- 7,5 Stunden
- Für
- Praktiker*innen
- Thema
- Prototypen bauen
- Umfang
- 1 Personentag
Tagesablauf
Der Ablauf richtet sich nach dem, was Sie mitbringen, das Grundmuster aber bleibt gleich. Wir beginnen mit der Frage, die der Prototyp beantworten soll. Dann skizzieren wir schnell und in mehreren Varianten, statt eine Idee sofort auszuarbeiten. Aus den Skizzen wird ein Entwurf, der sich bedienen lässt. Dieser Entwurf geht in einen Test, und aus dem Test folgt eine Überarbeitung.
In dieser letzten Schleife liegt der größte Lerngewinn. Wer einmal erlebt hat, wie schnell eine Annahme an der ersten Testperson zerbricht, arbeitet danach anders.
Ergebnis
Am Ende haben Sie Wireframes, Mockups und mindestens einen Prototyp, der erfahrbar ist: anklickbar am Bildschirm oder als reale Hardware mit Bedienoberfläche. Statt eines Konzeptpapiers oder Foliensatzes halten Sie etwas in der Hand, das Sie am nächsten Tag jemandem vorlegen können, der nicht dabei war.
Rapid oder experimentell?
Beide Workshops dauern einen Tag und heißen fast gleich, aber sie beantworten verschiedene Fragen.
Rapid Prototyping klärt, ob eine Idee für die Menschen taugt, die sie benutzen sollen. Es geht um Bedienung, Verständlichkeit und Nutzen. Der Prototyp ist erfahrbar, seine Funktionen sind aber nur simuliert.
Experimentelles Prototyping klärt, ob sich etwas realisieren lässt. Es geht um Machbarkeit. Der Entwurf führt die Grundfunktionen aus, sieht dabei aber unfertig aus.
Welcher Workshop passt, hängt davon ab, was bei Ihnen unklar ist. Wissen Sie nicht, ob die Leute damit zurechtkommen, nehmen Sie Rapid Prototyping. Wissen Sie nicht, ob es technisch geht, nehmen Sie den experimentellen Workshop.
Voraussetzungen
Sie sollten grafisch denken und das Gedachte auch aufs Papier bringen können. Kästchen und Pfeile genügen. Dazu gehört Beobachtungsgabe: Aus einem Prototyp lernt nur, wer sieht, was beim Test tatsächlich passiert, und nicht, was passieren sollte.
Außerdem sollten Sie bereit sein, eine ungewohnte Methode auszuprobieren. Vorkenntnisse in Software, Design oder Entwicklung brauchen Sie nicht.
Nicht geeignet für
Steht bereits fest, wie das Ergebnis aussehen soll, bestätigt der Prototyp nur, was ohnehin beschlossen war, und der Tag ist verschenkt.
Das gilt auch, wenn die Festlegung nur gefühlt ist. Wer sicher zu wissen glaubt, wie es auszusehen hat, wird beim ersten Nutzertest ungeduldig statt neugierig. Die Methode trägt nur, wenn Sie bereit sind zu experimentieren.
Dazu passt
Diesen Workshop anfragen
Umfang: 1 Personentag vor Ort. Vor- und Nachbereitung kommen hinzu und hängen vom Format ab. Den Aufwand dafür nenne ich im Vorgespräch.