Kommentator

Der Kommentator legt eine Kommentarschicht über eine bestehende Webseite. Textstellen markieren, Elemente anklicken, Punkte anheften, jeweils mit einer Notiz daran. An der Seite selbst ändert sich nichts. Es sind zwei Dateien, die Sie danebenlegen.

Wofür es gedacht ist

Rückmeldungen zu einer Webseite kommen als E-Mail-Fließtext, als Word-Datei mit Screenshots oder als Telefonnotiz. „Die Überschrift auf der zweiten Seite unten" muss dann erst wieder gesucht werden. Das ist aufwendig und lässt sich schlecht ordnen.

Es gibt Werkzeuge, die das lösen. Sie sind leistungsfähig, kosten aber Geld und binden an Konto, Abo und fremden Server, was eine Datenschutzprüfung nach sich zieht. Für eine Abnahmerunde mit vier Beteiligten steht das in keinem Verhältnis. Deshalb habe ich den Kommentator gebaut.

Wie es benutzt wird

Sie binden zwei Dateien ein und rufen eine Zeile Code auf. Notizspalte und Menü entstehen von selbst. Für WordPress gibt es ein fertiges Plugin.

Kommentierende markieren Text mit Maus oder Touch, auch über mehrere Absätze hinweg, klicken ganze Elemente an oder setzen einen Pin an eine bestimmte Stelle. Die Verankerung folgt dem W3C-Standard für Web Annotation: Kommentare finden ihre Stelle beim Wiedereinlesen zuverlässig wieder.

Jede Person exportiert ihre Rückmeldungen als Datei. Diese Dateien lesen Sie gemeinsam ein, Doppelungen fallen dabei heraus. Wer viele Seiten und viele Beteiligte hat, kann stattdessen eine Sammelstelle einrichten, etwa eine Tabelle, in der neue Kommentare automatisch auflaufen.

Ohne diese Einstellung verlässt nichts den Browser. Keine Cookies, kein Tracking, keine externen Anfragen, keine IP-Adressen.

Was es nicht tut

Das Namensfeld ordnet zu, es schützt nicht. Wer die Sammelstelle nutzt, sollte wissen: Ihre Adresse steht im Quelltext der Seite, das lässt sich bei einem Werkzeug, das im Browser läuft, nicht vermeiden. Wer sie kennt, kann hineinschreiben. Deshalb ist im Plugin die Beschränkung auf angemeldete Nutzende ab Werk eingeschaltet; für statische Seiten regelt das der Serverbetrieb.

Es ist kein Ticketsystem. Kommentare haben keinen Status, keine Zuweisung, keine Fristen. Was aus einer Rückmeldung wird, verwalten Sie anderswo.

Und es kommentiert eine Webseite, keine Datei. Für PDF, Text oder Entwurf brauchen Sie etwas anderes.

Woher es kommt

Aus Abnahmerunden. Es ist eine Sache, eine Seite zu bauen, und eine andere, systematisch zu erfassen, was daran zu ändern ist. Der Kommentator schafft dafür einen Ort: dort, wo die Rückmeldung hingehört.

Der Quelltext liegt offen auf GitHub, unter MIT-Lizenz. Keine Abhängigkeiten, kein Build-Schritt.

Weitere Werkzeuge

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